Burger-Dialog #1: Interview mit IHK-Präsident & Unternehmer Thomas Stiren

Shownotes

Alle Infos rund um das Studiwerk Trier und seine Dienstleistungen gibt es hier: STUDIWERK TRIER Die Industrie- und Handelskammer präsentiert sich hier im Internet: IHK TRIER Die Internet-Agentur rdts mit ihrem Hauptsitz im Wissenschaftspark Trier ist hier im Internet zu finden: RDTS AG Wer selber den Burgenerator in der Studiwerk-Mensa Tarforst ausprobieren will, kann auf dieser Seite den individuellen "Wunschburger" bestellen: BURGENERATOR

Hier noch die beiden aktuellen Buchtipps aus dem Podcast von Thomas Stiren, wer selber nachlesen möchte: "This Is for Everyone: Die unvollendete Geschichte des World Wide Web" von Tim Berners-Lee (Autor), Stephen Witt Karsten Petersen (Übersetzer) "Schnelles Denken, langsames Denken" von Daniel Kahneman

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00:00:02: Herzlich willkommen zu unserem Podcast.

00:00:21: Mein Name ist Andreas Wagner.

00:00:22: Ich bin Geschäftsführer im Studiwerk Trier und freue mich gewaltig heute dieses neue Medium unserer Unternehmenskommunikation mit einem besonderen Gast an einem nicht minder, besonderen Ort aus der Taufe zu heben.

00:00:34: Beginnen wir mit dem Ort.

00:00:36: Heute befinden wir uns am Allerheiligsten unseres Burgenerators, der Burgermanufaktur.

00:00:42: Und hier werden täglich aus sechzehn Billionen Varianten von unseren Burgermeistern reinweise Unikat-Burger kreiert.

00:00:50: Und zum wichtigsten Element dieses Premieren-Podcasts, mein heutiger Gast, Thomas Stiren.

00:00:56: Herzlich willkommen in unserer Burgerschmiede, lieber Thomas.

00:01:00: Wir kennen uns seit mehr als dreißig Jahren, was auch die Besonderheit, zumindest bezogen auf meinen Berufsleben, erklärt, dass wir per Du sind.

00:01:07: Vor einigen Jahren hat uns unsere professionelle Kooperation, hier konkret der Digitale Speiseplan, auf die Bühne im Innenhof des Digitalministeriums in Berlin gebracht, wo wir den Digital Transformation Award aus den Händen der damaligen Staatssekretärin und heutigen Forschungsministerin Dorothee Bär entgegen nehmen durften.

00:01:26: Ein denkwürdiger Abend bis heute.

00:01:29: Zusammengefasst sei zu meinem Gast berichtet, dass er ein überaus erfolgreicher regionaler Unternehmer, ein echter und vielfacher Pionier der digitalen Welt ist, zwischenzeitlich - als zumindest momentane Krönung- seines Schaffens zum Trierer IHK-Präsident gewählt wurde und unabhängig davon ein ebenso kluger, wie warmherziger und freundlicher Mensch ist.

00:01:51: Herzlich willkommen in unserer Burgerschmiede, lieber Thomas.

00:01:54: Vielen Dank, lieber Andreas, für die wertschätzenden Worte.

00:01:59: Ich freue mich riesig, hier zu sein und nochmal die alte Atmosphäre hier für meine ehemalige Mensa zu riechen, zu spüren und zu fühlen.

00:02:11: Was Sie jetzt hören, ist das Zusammenfalten der soeben gelehrten Burgertüten, was zum festen namensgebenden Vorspiel dieses Podcasts gehört.

00:02:20: Daher meine Frage, aus welchen Komponenten, Thomas, hast du deinen Burger basteln lassen und was ist dabei dein Taste-Changer?

00:02:30: Ich habe einen total langweiligen heute zusammengestellt.

00:02:33: Ich würde ihn sogar als klassisch bezeichnen.

00:02:35: Ich habe ihm den Namen trotzdem "Highlander" gegeben mit 

00:02:43: Ketchup, Mayo, Senf, Käse.

00:02:47: Aber das Innenteil ist ja das Wichtige.

00:02:50: Das ist ja Bio-Rind hier aus dem Hundrück und das war vorzüglich.

00:02:54: Sehr, sehr lecker.

00:02:56: Aber ich habe eine Besonderheit.

00:02:57: Ich habe noch Rucola und Spinatblätter drauf.

00:03:00: Das hat das Ganze abgerundet, sehr köstlich.

00:03:03: Wie man merkt, ein ganz normaler Burger, aber mit Besonderheiten, bei der ich noch Keinen erlebt habe, der das durchgehalten hat mit einem Standard-Burger bei uns.

00:03:11: Wir verführen ja gerne zu wilden Kreationen.

00:03:14: Übrigens meine Gratulation zu deiner Kreation.

00:03:17: Ich glaube, du hast sehr gut gewählt.

00:03:19: Du hast den Burger, sinnigerweise auch Highlander, es kann nur einen für Thomas Stirn geben, genannt.

00:03:25: Guter Name ist es, leicht zu verstehen.

00:03:29: Was ist denn außerhalb dieses doch vielleicht speziellen Format des Burger dein Lieblingsessen?

00:03:35: Ach, ich bin ja eigentlich im wirklichen Leben Pescetarier.

00:03:38: Also das heißt, alles was aus dem Meer kommt mag ich.

00:03:41: Und wenn ich aber unterwegs bin, bin ich Flexetaria.

00:03:43: Dann wird das gegessen, was auf dem Tisch kommt und alles was aus dem Wasser kommt.

00:03:49: Eine gute Dorade, Wolfsbarsch, Lachs.

00:03:52: Die Situation für neue Burger-Kreationen.

00:03:56: Wir hatten tatsächlich mal ein Lachs-Patty.

00:03:58: Der Belag heißt ja hier Patty, im Fachjargon.

00:04:01: Der ist uns allerdings irgendwann zwischendurch mal abhanden gekommen, weil der Lieferant nicht mehr geliefert hat.

00:04:05: Auch das ist ein Thema für uns.

00:04:07: Alltäglich an der Front meiner Einkäuferin.

00:04:10: Das, was unsere Gäste mögen, muss ja auch besorgbar sein.

00:04:13: Und so haben wir für Pescetarier zwischendurch mal den Fisch verloren.

00:04:16: Aber ich nehme es gerne mit als Input.

00:04:18: Mal sehen, ob wir uns hier wieder treffen.

00:04:20: Rund um einen Fischburger.

00:04:32: Wir genießen die Musik (Einspielung Dr. Alban "Sing Halleluja").

00:04:36: Thomas Stiren, hat es auch gerne genossen.

00:04:39: Ist dein Wunsch gewesen, lieber Thomas?

00:04:41: Weil ich versuchen wollte, mit einem Song deiner Wahl, die ich erfolgreich mit auditiver Lenkung in deine Prä-Alleszenz zurück zu biemen.

00:04:50: Das scheint gelungen.

00:04:51: Deswegen die erste Frage zu deinem damaligen studiwerksrelevanten Erfahrung.

00:04:55: Du bist ja schon lange Kunde und Mieter dieses Hauses gewesen.

00:05:00: Wo hast du gewohnt?

00:05:01: Und wie wichtig war deine Studibude für dich, jedenfalls deine Entwicklung?

00:05:05: Also zunächst mal sollte man noch sagen, dass es Dr.

00:05:08: Alban war mit Sing Halleluja.

00:05:10: Das durfte auf keiner Juraparty fehlen.

00:05:13: Ich war ja in der Behringstraße, einer der ersten Bewohner am Petrisberg.

00:05:18: Und heute steht da, glaube ich, der Lidl drauf.

00:05:22: Und ich erinnere mich wirklich an schöne Zeiten.

00:05:26: Michael aus Kamerun, Lee aus China.

00:05:31: Sohell aus Syrien, Aische aus der Türkei und jeden Abend gab es leckeres Essen.

00:05:37: Es war wunderbar.

00:05:38: Du hast dann quasi einer unserer Wohnpioniere im ehemaligen Hospital, der französischen Armee, also hier kommt jetzt auch gerade die jüngere Stadtgeschichte auf den Tisch und da gehörst du dann quasi zu denen, die zuallererst dieses Gebäude heute genutzt, übrigens hauptsächlich vom Geofachbereich der Uni, dann Lehr- und Forschungsraum geworden, aber es war mal mit Zeit lang Wohnraum für mutige Studierende...

00:06:04: Toll!

00:06:04: Ja, und das Witzige ist ja, dass ich dann sozusagen zwanzig Jahre später dort unser Unternehmen bauen durfte.

00:06:11: Also wir sind ja, haben dann in den zwei Tausenderjahren dort gebaut und das hat mich wieder zurückgeführt an meine Ursprünge, als ich nach Trier kam.

00:06:21: Verrückt.

00:06:21: Typisch trierische Geschichte und wieder schließt sich ein Kreis.

00:06:24: Finde ich auch eine schöne Sache.

00:06:26: Schwenk vielleicht ein bisschen nostalgiedämpfend.

00:06:28: Ins Jahr 2025 gesucht ist heute, wie damals und besonders aktuell, vor allem bezahlbarer Wohnraum.

00:06:36: Bei zur Zeit explodierenden Mieten.

00:06:37: Welche Lösungsansätze erkennst du mit deiner Expertise für dieses

00:06:40: Problem?

00:06:41: Es lohnt sich leider nicht mehr, neuen Wohnraum zu schaffen.

00:06:44: Das heißt, hier ist einfach... Der Bund gefragt, andere Fördermittel aufzulegen.

00:06:51: und das allerwichtigste Bauen muss preiswerter werden.

00:06:55: Mit den ganzen behördlichen Vorgaben, was die Energetik angeht, ist Bauen heute zu teuer.

00:07:02: Und die Antwort liegt einfach daran, dass wir das reformieren und natürlich mehr in Alternativen

00:07:08: investieren, wie zum Beispiel der Holzbau.

00:07:10: Vielen Dank schon mal an der Stelle, die Idee zu antworten, dass Holzbau eine Lösung wäre.

00:07:15: Ich glaube übrigens auch, dass es eine ist.

00:07:17: Denn baulich hat es ja mittlerweile bei Neubau und Sanierung von Wohnanlagen für Studierenden einiges geändert.

00:07:23: Gebaut wird, zumindest von Studiwerk Trier und hier hast du uns schon aus dem Thema gebracht, nach ambitionierten energetischen Standards und wo immer sinnvoll, möglichst nachhaltig mit Holz.

00:07:31: Unser neuestes Bauvorhaben auf dem Uni-Campus trägt daher auch die sinngebende Bezeichnung "StudiWood" und war zuletzt beim Besuch der Bundesbauministerin Verena Hubertz im Meulenwaldhaus bereits Gegenstand von Experten-Diskussionen.

00:07:45: Was denkst du also konkret zu dem Thema Bauen mit Holz?

00:07:48: Bist du auch ein Holzwurm oder welche Sichtweisen hast du auf diesen Baustoff?

00:07:53: Ich mag Holz unheimlich.

00:07:55: Ich bin leider kein Experte sowie du, aber das, was ich aus meiner täglichen Arbeit mitbekomme, ist das eine der Zukunftstechniken

00:08:05: Häuser zu bauen.

00:08:07: Und hier oben am Petrisberg haben wir ja auch noch den neuen Wohnraum, der entsteht.

00:08:12: Wunderbar, was da in kürzester Zeit auch hochgezogen werden kann.

00:08:16: Also vielleicht hat unsere Bauministerin da sogar recht.

00:08:19: Ich denke, dass sie da wirklich Recht hat.

00:08:21: Mit deiner

00:08:21: klugen

00:08:22: Analyse hast du gerade das erste Ticket für den Spatenstich im kommenden Jahr

00:08:26: Anfang Oktober für StudiWood

00:08:27: gesichert.

00:08:29: Wir freuen uns, dass wir beide uns da spätestens

00:08:32: Wiedersehen, ob ich einen Experte im Holzverbind mögen, allerdings andere entscheiden.

00:08:45: Ah, da wird er reingetragen.

00:08:47: Der große Roulette-Tisch, der uns als Zufallsgenerator die nächste Frage zuspielt.

00:08:52: Die da lautet, du könntest morgen bei uns im Studiwerk anfangen.

00:08:56: Thomas, welchen Job würdest du dir aussuchen und warum?

00:09:01: Ach, ich müsste meinen Repertoire mal angucken und mit

00:09:04: Rezepten erweitern.

00:09:05: Ich trau hier dem Team wirklich Hochleistung zu.

00:09:08: Ich würde gerne in der Küche arbeiten, sage ich ganz ehrlich.

00:09:11: Ich würde natürlich auch gerne als Berater Studierenden meine Erfahrung weitergeben.

00:09:15: Da gibt es ja auch ein breites Beratungsangebot des Studiwerks, aber so ein bisschen... besser kochen wäre schon und dann für viele Freunde.

00:09:24: Ich glaube, das lernt man hier.

00:09:25: Ja, ich denke, größer und besser kochen könnten wir dir durchaus beibringen.

00:09:29: Lieber Thomas, ich werde mal schauen, was ich in Sachen kleines Betriebspraktikum für dich hier organisieren kann.

00:09:36: Um wieder zurück auf die thematische Spur zu kommen, lade ich herzlich ein mit uns einen kurzen Gedankenspaziergang durch unsere Campusgassen zu unternehmen.

00:09:47: Das war übrigens ein Originalton direkt aus der Mensaküche.

00:09:51: So klingt verrückterweise das Zuschneiden von Koriander.

00:09:55: Das machen wir tatsächlich in professioneller Handarbeit.

00:09:57: Um auch in dieser Hinsicht, wir verwenden achtzig Prozent frisches Gemüse und Gewürze, den strengen Regeln der deutschen Gesellschaft für Ernährung kurz DGE, zu entsprechen.

00:10:07: Wobei die DGE seit meinem Studium der Ernährungs- und Hauswirtschaftstechnik an der Hochschule Trier so etwas wie der Heilige Gral rund um alle Fragen der Ernährung ist, aber Das nur am Rande.

00:10:17: Ganz konkret, wie war denn deine damalige Verpflegung?

00:10:21: Also, wir hatten gar keine Alternativen, wie das heute hier am unterschiedlichen Campus ist.

00:10:26: Und wir haben gegessen, was auf den Tisch kam.

00:10:29: Wir haben uns da oben hier an der Brüstung platziert und geschaut, was gibt's da Leckeres

00:10:34: und da ist man manchmal reingefallen.

00:10:36: Ich erinnere mich daran, dass ich dann noch einen Nachschlag aus der Küche für mich wünschte, den auch bekam.

00:10:42: Beim Essen stellte ich dann fest, dass es Lamm... Gulasch war und kein Rindergulasch und ich kann das nicht essen.

00:10:49: Dann dreht sich der Magen bei mir um.

00:10:50: Nee, aber so war das.

00:10:52: Das war super lecker hier.

00:10:54: Wir haben ja damals auch als junge Männer auch das Doppelte gerne gegessen.

00:10:58: Die Frage, welchen Genüssen wir eher wo, unter welchen Bedingungen verfallen, sondern es war klar, ich geht in die Mensa und der ist jetzt hier satt.

00:11:04: Ja, es war satt werden natürlich.

00:11:06: War man auch ein kleiner Genießer, das war alles vorzüglich.

00:11:10: Man wusste ja auch, was wie schmeckt.

00:11:12: Ich habe eben diesen leckeren Nudelauflauf gesehen.

00:11:16: Das war immer eine Freude und das erinnert mich an die Küche meiner Mutter.

00:11:19: Die hat das auch oft aus den Resten des Vortages kreiert und kredenzt.

00:11:24: Gleich kurz unseren Zuhörern erklärt.

00:11:27: Wir haben nicht mit viel Tricks hier kompliziert Mensa-Akustik eingespielt, sondern der liebe Kollege Thomas Vatheuer tut gerade alles, um die Hintergrundgeräusche eigentlich im Zaun zu halten, die hier nämlich tatsächlich sind.

00:11:38: Thomas, wir sitzen hier gerade live in der Mensa und wir sehen, dass er den Nachbartischen gegessen wird, genauso kritisch wie wir,

00:11:45: was wir hier mit zwei dicken Mikros vor der Nase in der Mensa treiben.

00:11:49: So begegnet sich dann hier guter Geschmack und gutes Gespräch.

00:11:53: Wir kochen, wie bereits erwähnt, jetzt zertifiziert nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, weil wir auch in Erfüllung unseres gesetzlichen Nachhaltigkeitsauftrags Studierenden eine gesunde Ernährung zu bezahlbaren Preisen bieten wollen.

00:12:07: Frage, wie wichtig ist dir eine gesunde Mahlzeit auch privat in der Küche, zu Hause oder on the Job?

00:12:13: Ich glaube, je älter man wird, um so wichtiger ist 

00:12:14: dies  für unsere Generation.

00:12:18: Für die jungen Leute - heute - gehört das dazu, wie der Name an der Tür und insofern... finde ich, das ist auch kein Trend, sondern gehört einfach dazu, dass man heute nachhaltig und gesundes Essen anbietet.

00:12:33: Und ich finde das ganz toll, wenn man die Treppe hier runtergegangen ist, da gab es ja auch ein paar Bedienungsanleitungen für diejenigen, die es noch nicht verstanden haben.

00:12:40: Ja, darauf zu achten auch den Teller leer zu essen oder halt sich nicht so viel drauf zu machen.

00:12:45: Ich hoffe, ich darf deine Aussage in verschiedensten Runden, in denen ich mich immer wieder bewege, zitieren, dass gesunde Ernährung kein Trend ist.

00:12:53: Es hat das Material für eine Headline.

00:12:55: Vielen Dank.

00:13:02: Ui, und das zweite Mal schon schwebt unser Roulette-Tisch von der Decke und wir erwarten gespannt, welche Frage uns diesmal zu gelost wurde.

00:13:10: Ah,

00:13:11: Frage.

00:13:11: Angenommen:

00:13:12: Du würdest eine Mensa-Sonderaktion bestimmen.

00:13:15: Was wäre und warum das Motto deiner Aktionsfläche?

00:13:20: Fischers Fritz, frische Fische, leckeres aus Mosel und Meer.

00:13:26: So werden komplette PR-Abteilungen hier spontan überlaufen.

00:13:30: Vielen Dank, das ist so gut, dass wir das mitnehmen auf die Jahresplanung.

00:13:41: Wie unschwer zu hören, erinnert uns dieses Blättern in einem Buch daran, dass wir jetzt in der Frage an dich, was so deine persönlichen Themen teilweise sind, jetzt in der Literatur gelandet sind.

00:13:52: Was ist das aktuelle Lieblingsbuch auf deinem Schreib- bzw.

00:13:55: Couch-Tisch?

00:13:56: Und warum würdest du dieses Buch einem lieben Menschen empfehlen?

00:14:00: Also als Rezensent bekomme ich kostenlose Buchexemplare und im Moment liegt Tim Berners-Lee die unvollendete Geschichte des World Wide Web auf dem Tisch.

00:14:11: und

00:14:12: von Daniel Kahneman schnelles Denken und langsames Denken.

00:14:18: Ja, also die Essenz aus beiden Büchern kann ich auch noch kurz los werden, damit du es nicht lesen musst.

00:14:23: Tim Berners-Lee sagt einfach nur, wir dürfen uns nicht durch die künstliche Intelligenz das Internet kaputt machen lassen.

00:14:28: Wir haben es noch in der Hand.

00:14:30: Und Daniel Kahneman, obwohl der Schinken bestimmt sechs oder achthundert Seiten hat, kommt dann auf einer Seite zu dem Ergebnis, man sollte sich häufiger auf sein Bauchgefühl verlassen

00:14:40: und statt tagelangem Grübeln, er ist ja Nobelpreisträger, er muss es wissen.

00:14:45: Dieses Jahr leider verstorben, aber lange Rede kurzer Sinn.

00:14:47: Also zwei Buchtipps brauchen wir jetzt gar nicht mehr zu lesen.

00:14:50: Total toll, dass man dann an der Institution am Schluss wieder landet.

00:14:54: Auch das nehme ich mit einem Schmunzeln.

00:14:57: Vielen Dank.

00:14:57: Zwei tolle Bücher und eine sehr knackige Zusammenfassung.

00:15:00: Ich glaube, als Literaturkritiker hast du auch noch eine Zukunft.

00:15:08: Wir bleiben etwas im Blätter- und Papierwald.

00:15:12: Wie unschwer das Rascheln der Zeitung uns jetzt aber vorgibt, kommt jetzt meine Frage an dich:

00:15:18: Welches Thema beschäftigt dich in der aktuellen Tagespresse derzeit am meisten?

00:15:23: Ja, also in meiner Eigenschaft als IHK-Präsident, natürlich das Thema Wirtschaft.

00:15:27: Wir hatten eigentlich erwartet, dass mit der neuen Regierung auch ein Aufbruch durchs Land gehen würde.

00:15:34: Das ist leider noch nicht eingetreten.

00:15:36: Und das Zweite ist natürlich alles rund um das Thema künstliche Intelligenz.

00:15:40: Da verändert sich so viel.

00:15:41: Früher haben sie Text beauftragt, heute macht das eine generative KI etc.

00:15:47: pp.

00:15:47: Also das sind so die zwei Themen, einmal als IHK-Präsident, einmal als Digitalminister.

00:15:55: Ja, vielen Dank.

00:15:58: So, und der Laser führt uns jetzt zu der brennenden Frage.

00:16:03: Kurz zur Einführung meinerseits.

00:16:04: Wir stehen im Studiwerk vor der großen postpandemischen Herausforderung der zurückgegangenen Präsenzlehre.

00:16:11: Im unheilvollen Zusammenwirkungen mit über viele Jahr gesunkenen Studierendenzahlen.

00:16:16: Was am Ende dazu führt, dass unsere Sozialbeiträge sinken, was bei seit einem Jahrzehnt annähernd stagnierenden Landeszuschüssen und sinkende Nachfrage in den Mensen zu enorm wirtschaftlichen Herausforderungen führt.

00:16:26: Frei nach dem Motto, wenn nicht auf dem Campus ist, isst nicht auf dem Campus.

00:16:31: Und deshalb meine Frage, was braucht es, damit Studierende sagen, ich studiere in Trier und ich verbringe meine Studienzeit am Campus.

00:16:39: Also ich war ja vor fünf Jahren hier und es hat sich irgendwie auch nicht so viel verändert.

00:16:45: Aber zu deiner Frage, ich glaube Trier muss noch stärker zu einer Love Brand werden.

00:16:51: Und dass diese Sendungsbewusstsein das strahlt dann auch aus, wenn wir alle da mitmachen.

00:16:56: Und viele haben ja tolle Ideen, die auf diese Marke Trier auch einzahlen.

00:17:01: Und deine zweite Frage, die muss ich jetzt nochmal nachfragen.

00:17:03: Was bringt Studis dazu gerne mehr Zeit am Campus zu

00:17:07: verbringen?

00:17:08: Also, ich bin überrascht über das Campusleben.

00:17:10: Ich habe eben gesagt, es ist wie vor 35 Jahren, das Leben - zusammenzukommen - Face-to-Face zu studieren,

00:17:18: das ist immer noch das Schönste.

00:17:20: Und ich glaube, das ist auch das Ergebnis aus Corona mit Homeoffice und Videokonferenzen.

00:17:25: Kreativität entsteht eigentlich erst beim Zusammensein, beim Face-to-Face.

00:17:30: So wie wir heute zusammensetzen und die anderen zuhören dürfen.

00:17:33: Ja, es ist genau das Thema, das wir hier als Studiwerk zumindest

00:17:37: mit allem, was wir können, zu Stärken versuchen, nämlich das soziale Miteinander und die Gründe eben zusammenzukommen und die Orte zu bieten.

00:17:48: Ich denke auch, dass das wahrscheinlich das Notwendige ist, um Präsenz am Campus noch zu intensivieren.

00:17:54: Vielen Dank für den Steilpass in Sachen Campus-Leben, lieber Thomas, weil das unsere Baustelle als Studiwerk ist, an der wir uns zumindest in Aktion sehen und wo wir jeden Tag alles geben,

00:18:04: Gelegenheiten und Orte zu schaffen, wo Studierende zusammenkommen.

00:18:15: SOUND: Raketenstart - So, lieber Thomas, die Startrakete als akustisches Symbol dafür, dass wir jetzt den Blick in die Zukunft richten.

00:18:21: Bitte sei so freundlich und gestatte uns einen Blick in deine Glaskugel.

00:18:25: Wohin sollte deiner Meinung nach die Reise des Studiwerks gehen.

00:18:28: Wo werden uns Studierenden wohl in zehn Jahren sehen?

00:18:31: Ach, wenn ich in die Glasskugel schauen könnte, ich... kann mir vorstellen auch, dass das hier eine Mall wird, wo man nicht nur essen kann, sondern auch andere Dinge erledigen kann, dass man einfach diese Essensräume noch mehr zu Eventräumen macht.

00:18:48: Vielleicht dass sogar, hier steht eure Bühne, die dann Abends oder mal Nachmittags bespielt wird, dass die auch Mittags vielleicht bespielt wird.

00:18:56: In zehn Jahren wird ja einiges anders sein.

00:18:59: Ich habe ja eben die künstliche Intelligenz schon angesprochen.

00:19:02: Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie wir unsere Lehre in unser Gehirn bekommen, ob wir dann so VR-Brillen anhaben, die uns dann so bedudeln und wir gehen dann da raus und haben dann zwei Vorlesungen intus.

00:19:15: Das würde bedingen, dass hier auch noch Platz geschaffen wird für diese Geräte auf die Augen zu legen.

00:19:20: Ehrlich gesagt ist die Entwicklung so rasant, dass ich nur eins sagen kann, hier werden auf alle Fälle humanoide Roboter rumlaufen in zehn Jahren, die abräumen werden.

00:19:31: Die Kommunikation wird sich auch mit anderen Formen der künstlichen Intelligenz verändern.

00:19:37: Es bleibt spannend, aber der Glaskugelblick den kann ich nicht geben, weil das ist so exponentiell, was wir derzeit in unserer Technologie-Blase erleben.

00:19:47: Es bleibt spannend.

00:19:48: Danke für die tolle Vision zu der ich zwei kleine Anmerkungen noch mache.

00:19:53: Hier ist schon ein humanoider Rocker da rumgerollt.

00:19:55: Vor einiger Zeit, der konnte auch noch kein Besteck abräumen, also Pepper.

00:19:59: Und was noch keiner weiß, wir haben kürzlich ein Letter auf Intent unterschrieben für ein Forschungsprojekt zur Qualitätssicherung KI-basierter Feedback-Systeme.

00:20:08: Da merke ich gerade, weil ich glaube doch, dass du ein bisschen Glaskugel-Wissen  hast, dann liegen wir vielleicht gar nicht so schlecht.

00:20:13: Vielen Dank für deine Vision.

00:20:15: Um jetzt wieder ins Hier und Jetzt zurückzukehren, bleibt festzustellen, dass wir das Ende unseres Premieren-Podcasts erreicht haben.

00:20:23: Was uns beiden, glaube ich, leid tut.

00:20:25: Ich hoffe, unsere Zuhörerinnen und Zuhörern hat es gefallen.

00:20:28: Wir hören uns, wenn Sie mögen, mit einem neuen, spannenden Gast an einem anderen außergewöhnlichen Ort wieder zum zweiten Burger-Dialog.

00:20:35: Bis dahin können Sie uns gerne auf Insta oder via www.studiwerk.de verbunden bleiben.

00:20:40: Zu guter Letzt geht mein herzlicher Dank für die rundum gelungene Premiere an meinen heutigen Gast, Thomas Stiren.

00:20:47: Herzlichen Dank, lieber Andreas.

00:20:48: Ich war sehr gerne hier und in Reminiszenz an eine tolle Zeit.

00:20:52: War es wieder wunderschön hier.

00:20:53: Ich bin auch eben noch durch das AB-Gebäude gegangen, um einfach nur die alte Zeit zu

00:20:59: spüren.

00:21:02: So, und wir kennen uns jetzt noch nach getaner Arbeit als Ergänzung zum Café danach.

00:21:08: Ganz ordentlich nur ein kleines Dessert vom heutigen Speiseplan, das ich uns als Überraschung mitgebracht habe.

00:21:15: Also lieber Thomas greift bitte zu bei und da wird es jetzt klassisch lecker Vanillepudding mit Sahne.

00:21:26: Das war der Burger Dialog im Studiwerk Trier mit Andreas Wagner und Thomas Stiren am Mikrofon.

00:21:33: Guter Geschmack traf gutes Gespräch.

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